Struktur statt Präsenz
Shownotes
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00:00:02:
00:00:11: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge
00:00:14: unseres Podcasts.
00:00:16: Ja und ihr habt es vielleicht gemerkt, die letzte Folge kam ein bisschen verspätet online.
00:00:23: Ist es wirklich so, kann man das nicht einstellen, dass da eigentlich ein anderes Veröffentlichungsdatum steht?
00:00:28: Ich weiß es nicht.
00:00:30: Also
00:00:30: Fakt ist... Wir haben zwei Wochen Verspätung, weil uns die Influencer dahin gerafft hat.
00:00:36: Der Influencerzug hat uns überrollt.
00:00:38: Die ganze Familie.
00:00:39: Ja.
00:00:40: Wunderbar.
00:00:41: Parallel.
00:00:42: Beide Eltern ausgeschaltet.
00:00:43: Ja,
00:00:43: das ist natürlich schon tödlich, wenn beide Eltern mit vierzig Grad Fieber rumliegen und dann soll es ja noch irgendwie drei Kinder betreuen.
00:00:50: Hat Spaß gemacht.
00:00:51: Wenn dann die Medikamente
00:00:52: auch nicht
00:00:53: mehr wirken und du nur noch verspommen siehst, dann weißt du, okay.
00:00:57: Jetzt ist vorbei.
00:00:58: Das sind dann auch immer so die Zeitpunkte, wo unser Umfeld uns ganz besonders gern hat.
00:01:02: Weil wir aus unserer Verzweiflung raus dann jeden Ansprechen, ob er nicht mal kurz die Kinder nehmen könnte.
00:01:09: Und ob er dann auch ein Influencer Videos Infektion nehmen will.
00:01:15: Ja, genau so läuft's dann.
00:01:16: Meistens.
00:01:17: Genau, aber das bringt uns tatsächlich auch direkt zum Thema unserer heutigen Folge.
00:01:22: Denn... Du konntest tatsächlich auch ein paar Tage so gar nicht arbeiten.
00:01:27: Also ich muss ja sagen, es kommt wirklich extrem selten vor, dass du wirklich gar nicht in der Lage bist zu arbeiten.
00:01:34: Meistens...
00:01:35: Oder dass ich gar nicht arbeite.
00:01:37: Ja, dass du wirklich auch daher...
00:01:39: Stimmt.
00:01:40: Absolut richtig.
00:01:42: Häufiger bist du nicht in der Lage und tust es trotzdem, ja.
00:01:45: Aber es war ja wirklich so, dass du nicht einfach im Homeoffice weitergemacht hast, dass du nicht... mal deine E-Mails gecheckt hast, ich glaube, zwei Tage konntest du wirklich gar nichts tun.
00:01:56: Ja, ich war wirklich komplett autoforder.
00:01:58: Also, normalerweise ist es so, ich meine, unsere Tochter war ja zuerst krank.
00:02:02: Dann warst du ja mir einen Tag voraus, warst ein bisschen angeschlagen, ich bin schon zu Hause geblieben.
00:02:07: Und da kann man das Ganze noch irgendwie kombinieren.
00:02:10: Also, mein Geschäftsführer-Job erlaubt das irgendwie, dass ich dann am Handy bin, dass ich viel telefoniere, dass ich E-Mails mache und so weiter.
00:02:17: Aber als ich dann über vierzig Grad Fieber hatte, ging einfach gar nichts mehr.
00:02:20: Ja.
00:02:21: Da war's dann echt vorbei.
00:02:22: Ich hab's grad schon gesagt, also es ist, wenn du über vierzig grad fieber hast, ich hatte das wirklich ewig nicht, aber es verschwimmt alles.
00:02:27: Also du kannst gar nicht mehr auf dem Display schauen.
00:02:30: Es funktioniert einfach nicht.
00:02:32: Also selbst, wenn man möchte.
00:02:33: Ja, ich hab auch einfach echt begrenzte Erinnerung an diese drei Tage.
00:02:37: Also ich hab irgendwie so existiert.
00:02:39: Ich hab irgendwie versucht, mit den Kindern zu interagieren und irgendwie versucht, dass das Haus nicht zusammenfällt.
00:02:45: Aber ja, es war eine schwierige Zeit.
00:02:48: Genau.
00:02:48: Und... dann habe ich mir gedacht, okay, wenn wir jetzt die nächste Podcast-Folge aufnehmen, dann fände ich das jetzt total spannend, einfach mal drüber zu reden, wie man in so einem Unternehmen führt, wenn man krank ist.
00:02:59: Also wenn man wirklich nicht da ist, weil ich weiß, da hat sich auch bei dir die letzten Jahre was verändert.
00:03:06: Okay,
00:03:06: da wollen wir heute also drüber reden.
00:03:08: Ja, wie fängt man da an?
00:03:10: Also vielleicht so wie mein Vater die Firma geführt hat, weil der war so quasi, würde ich mal sagen, nicht krank.
00:03:15: Also ich wüsste nicht.
00:03:18: wann der mal nicht in der Arbeit war.
00:03:20: Der hat sich mit der größten Grippe in die Arbeit geschleppt, hat viel selbst gemanagt.
00:03:25: Also eigentlich alles.
00:03:27: Die meisten Entscheidungen basierten irgendwie auf seinem Decision Making.
00:03:31: Also er musste die ganzen Entscheidungen treffen, die es irgendwie zu treffen gab.
00:03:34: Man muss ja auch sagen, es gab ja keinen Verwaltungsapparat um ihn herum.
00:03:38: Stimmt, er hatte eine Sekretärin, die in Teilzeit da war.
00:03:41: Und sonst hat er alles gemacht.
00:03:43: Alle Bewerbungsgespräche, alle Belegegesammel, die Lohnabrechnung etc.
00:03:47: Wie
00:03:47: viele Mitarbeiter hatte er dann?
00:03:49: Ja, ich würde sagen, das fahren vor meinem Einstieg auch schon so um die achtzig Leute.
00:03:54: Und das dann quasi fast alleine zu verwalten.
00:03:57: Ich meine, es ging ja nicht nur um das ganze Backoffice, sondern er hat ja aus logistischer Perspektive auch die Touren gedispetscht.
00:04:04: Ja, das finde ich auch total krass.
00:04:06: Das hat mich am Anfang auch immer überrascht.
00:04:07: Das ist jetzt schon auch noch ein Stück weit so, aber es hat sich auch deutlich verändert.
00:04:11: Wie viel Zeit er und auch du grad am Anfang am Handy.
00:04:17: verbracht hast, um wirklich auch mit den Zustellen in Kontakt zu sein.
00:04:21: Wie meinst du das?
00:04:23: Ja, also permanent bei jedem Problem wurde er sofort angerufen.
00:04:27: Ja, das stimmt.
00:04:28: Stimmt, also das Telefon hat wirklich unglaublich aufgeklingelt.
00:04:31: Und du kannst ja nicht produktiv irgendwie, weiß ich nicht, Löhne machen oder so, wenn ständig du unterbrochen wirst und jemand an dem Telefon hängt und irgendwie dich ein neues Problem mit reinzieht, irgendwie eine Frage hat, irgendwie ein Personalthema aufmacht.
00:04:44: Ja, wir haben ja damals schon sechs, sieben Tausend Pakete am Tag transportiert.
00:04:48: Und ich meine, dann ist da die Kundenbeschwerde, dann ist da der Fahrer festgefahren, dann ist da vielleicht eine Fahrzeugpanne.
00:04:54: Dann hast du da ein Bewerbungsgespräch, also da war schon wirklich... Die Leitung und der Dauerspannung.
00:04:59: Ja, absolut.
00:05:01: Wie hat sich das geändert?
00:05:02: Ja, also ich konnte jetzt tatsächlich krank sein, ohne irgendwie groß involviert zu werden in das Daily Business.
00:05:07: Ich fand es ganz lustig, weil deine Personalreferentin, wenn ich dir an der Stelle mal zitieren darf, die kam am Freitag.
00:05:17: Ich glaube, das war der zweite Tag, nachdem du so heftiges Fieber hast und hat gemeint, also langsam machen sie sich in der Firma wirklich Sorgen um dich.
00:05:25: weil du nicht mal E-Mails schreibst.
00:05:27: Es kam ja gar keine E-Mail dieses, weil sonst kommt ja immer mal wieder irgendwas, aber es kam gar keine E-Mail.
00:05:34: Und es fand ich schon bezeichnend, weil es ist mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich, dass du mal nicht persönlich vor Ort bist.
00:05:43: Aber dass man gar nichts von dir hört, weder telefonisch noch per Mail, das ist dann trotzdem die Ausnahme.
00:05:48: Ja, wahrscheinlich schon.
00:05:49: Weil dann habe ich doch wieder irgendwie eine Idee, wo ich dann irgendetwas anschubsen möchte.
00:05:53: Aber ich bin tatsächlich mittlerweile sehr wenig ins Daily Business eingebunden.
00:05:56: Und das ist natürlich das, was mir jetzt hier zu Gute kam.
00:06:00: Oder was mir geholfen hat, dem Betrieb nicht gelähmt hat und ich kommt mir die Zeit nehmen, mich einfach zu erholen und wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen.
00:06:06: Also man hört es vielleicht, meine Stimme ist irgendwie immer noch nicht ganz da.
00:06:09: Ich muss mich die ganze Zeit reuspern.
00:06:11: Aber... Ich bin wirklich sehr dankbar, dass das möglich war.
00:06:14: Na ja, was haben wir da anders gemacht?
00:06:16: Also, das Unternehmen war halt anfangs sehr geschäftsführerzentriert und der Geschäftsführer hat halt alle Entscheidungen getroffen und alles organisiert und alles gemacht.
00:06:28: Und es ist noch in vielen Betrieben in der Capbranche so.
00:06:32: Also, es gibt noch wirklich sehr viele Unternehmen mit zehn, zwanzig, dreißig, fünfzig Mitarbeitern, wo der Chef einfach alles macht oder die Chefin, auch wenn das selten hervorkommt.
00:06:43: Und das habe ich echt Stück für Stück umgebaut, weil ich gemerkt habe, dass mich diese Geschäftsführerzentrierung auch in der Weiterentwicklung des Unternehmens einfach hemmt.
00:06:53: Also ich habe keine Möglichkeit zu diversifizieren, neue Geschäftsfelder zu erschließen und neue Businesses zu starten, wenn das ganze existierende Business so stark von mir abhängt.
00:07:02: Ja, ich glaube, das war ja direkt, als du wirklich Vollzeit nach dem Studium mit fünfundzwanzig eingestiegen bist, gemeinsam mit dem Referenten der Geschäftsführung damals.
00:07:11: Da habt ihr euch ja schon so als Strategiebereich definiert sozusagen.
00:07:16: Genau, wir haben uns tatsächlich versucht schon von Anfang an aus dem operativen Business ein bisschen abzukapseln, damit wir strategischer Unternehmen arbeiten können und immer Stück für Stück.
00:07:24: was ändern können.
00:07:26: Der Plan ging noch nicht so ganz auf.
00:07:27: Also ich habe es beim letzten Mal ja schon erwähnt, dass die Corona-Zeit einfach richtig krass war und die hat unseres Unternehmen einfach extrem beansprucht aufgrund des hohen Paketvolumens und der hohen Schlagzahl, die da in der Logistik an den Tag gelegt wurde.
00:07:40: Und
00:07:41: auch da muss man einfach nur operativ reagieren.
00:07:43: Ja und ich glaube, dass dein Vater dann auch einfach doch noch früher sich rausgezogen hat, als du das vielleicht erwartet hättest.
00:07:50: Ja das würde ich nicht mal so sagen.
00:07:53: Also Natürlich, wenn wir uns dann ein strategisches Thema vorgenommen haben, eine gewisse Prozesslandschaft irgendwie zu optimieren, dann wird natürlich der neue Prozess unweigerlich mit mir in Verbindung gebracht und dann sprechen alle mich an, wenn es darum irgendwie was geht und das ist dann eigentlich ja auch gut so, aber dann war es für mich eben wichtig, auch gleich wieder so das Personal nachzubesetzen, das man braucht, um neue Prozesse umzusetzen.
00:08:16: Also für mich war ganz entscheidend, dass ich nochmal so eine mittlere Führungsebene reingespannend habe, aus Teamleitern und Supervisern, die entsprechend Verantwortung übernehmen.
00:08:24: Und diese Ebene hast du jetzt wirklich auf der operativen Ebene auch?
00:08:30: Absolut, ja.
00:08:32: Ja, und ich meine auf der strategisch-administrativen Ebene habe ich eben meine Referenten, der mittlerweile Prokurs ist, um meine Personalreferenten und eine Buchhalter in dem Betrieb.
00:08:41: Also wir haben wirklich mittlerweile für die Bereiche Personal, Accounting und Strategie jeweils eine Person, die das halt vollumfänglich macht und das Entlastet mich natürlich unglaublich, weil ich für jeden einen Hauptverantwortlichen habe in dem Bereich und dann kann ich mich rausnehmen und nicht im Unternehmen arbeiten, sondern am Unternehmen arbeiten.
00:09:03: Okay, jetzt finde ich gerade, dass in der Operative ganz spannend, weil ich glaube, dass was die Verwaltung betrifft hat, man eine ungefährere Vorstellung, was die einzelnen Personen machen.
00:09:13: Aber was
00:09:14: macht zum Beispiel ein Teamleiter?
00:09:15: oder was definiert einen Teamleiter?
00:09:19: Es ist tatsächlich... je nach Einsatzbereichen ein bisschen unterschiedlich, aber wenn ich jetzt einen Teamleiter in der Paketzustellung nehme, dann ist der erstmal der erste Ansprechpartner für alle Themen des Fahrers oder der Fahrerin.
00:09:33: Und der Teamleiter ist halt befähigt, dass er wirklich hergehen kann und einfach viele Probleme lösen kann.
00:09:38: Also er kann den Urlaub genehmigen, er kann den Dienstplan ändern, er kann bei Fragen zur Verfügung stehen und er ist natürlich für uns auch ein bisschen so des Ohr.
00:09:49: Am Mitarbeiter, er sagt uns, wenn es irgendwo Romo hat, wenn es irgendwo Probleme gibt, wenn der Mitarbeiter irgendwie Unterstützung braucht, auch in einem privaten Thema, dann kommuniziert es an uns und dann können wir eben Hilfestellung geben, wenn es irgendwie was ist.
00:10:02: Weil ich als Geschäftsführer oder auch meine Personalerin, wir können natürlich nicht immer überall sein, aber unsere Teamleiter sind vor Ort präsent, sind entsprechend geschult und wissen genau, um was es geht.
00:10:12: Wie groß sind dann die Teams für die, die zuständig sind?
00:10:16: Ja, ich würde mal sagen, dass auf einen Teamleiter ein Team von ungefähr sieben bis zwölf Personen kommt.
00:10:22: Okay.
00:10:23: Und der Teamleiter stellt aber auch selbst Pakete zu?
00:10:29: Ja, genau.
00:10:30: Also, normalerweise im Umfang deutlich geringer als ein normaler Stammfahrer oder eine Stammfahrerin, es ist so, dass der Teamleiter oder die Teamleiterin eben eine Tour fahren, die vielleicht eine Auslastung von, sagen wir mal, fünfzig bis siebzig Prozent haben.
00:10:45: So gibt es dann auch noch die Möglichkeit, dass man eben auch administrative Tätigkeiten macht.
00:10:50: Mal über die Arbeitszeiten darüber schauen, Fahrtenbücher kontrollieren, Unterweisungen durchführen, Telefonate führen, für die Fahrer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
00:10:59: Und wenn es ganz gut aufgeht und wir zum Beispiel mal eine unterdurchschnittliche Krankheitsquote haben und einfach Personal übrig ist, dann Nimmt sich der Teamleiter Zeit, macht eine Schulungsfahrt mit einem Fahrer fährt irgendwie mit oder macht andere administrative Aufgaben.
00:11:13: Okay, verstanden.
00:11:14: Und über der Ebene der Teamleiter kommen dann die Superweise?
00:11:18: Ja, das kommt darauf an, wie groß die Organisation ist.
00:11:23: Wir haben mal Auftraggeber, da haben wir fünfzig Mitarbeiter und dann brauchen wir halt über den Teamleiter nochmal eine Hierarchieebene, die dann sozusagen den Betrieb bei dem ganzen Auftraggeber leiten.
00:11:33: Aber wir haben halt auch Teams bei Auftraggebern von nur acht bis zehn Personen und da reicht es, wenn einfach nur der Teamleiter ist, Hauptansprechpartner da ist.
00:11:41: Aber ja, die Superweise wären nochmal drüber, um die Brücke zwischen Geschäftsführung und Teamleiter zu sein.
00:11:46: Okay.
00:11:47: Ja, finde ich super spannend und du hattest das vorhin auch schon gesagt, es ist natürlich auch immens wichtig, wenn es um das Thema Diversifizierung geht, weil im Vergleich zu der Zeit, als dein Vater eben noch alleiniger Geschäftsführer war, habt ihr jetzt ja mittlerweile auch viel mehr Kunden und entsprechend auch nochmal auf Kundenseite auch wesentlich mehr Ansprechpartner.
00:12:09: Ja, absolut, also wir hatten... Als ich im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im
00:12:30: Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr wo ich dich immer sehr gut wiedererkennen.
00:12:42: Wie du irgendwo am Pool mit Handy am Ohr stehst oder auf der Liege mit dem Laptop leekst oder so.
00:12:48: Also neh mal vielleicht nicht den Urlaub, sondern greifen wir auf zwei.
00:12:50: Aber
00:12:51: das fühlt sich jetzt so schlimmer, das könnte ich gar nicht abschalten oder mich erholen.
00:12:53: So ist es ja auch nicht.
00:12:55: Nee, aber es ist jetzt auch nicht das, glaube ich, was der
00:12:58: Standardarbeitnehmer
00:12:59: unter Urlaub besteht.
00:13:00: Nein,
00:13:00: natürlich nicht.
00:13:02: Also nehmen wir lieber die zwei Tage für sich Fieber.
00:13:05: wo du wirklich komplett handlungsunfähig bist, wer macht deine Arbeit?
00:13:13: Ja, also so gesehen vielleicht erst mal keiner, weil ich bin ja eigentlich auch für nichts zuständig, sondern nur für alles verantwortlich.
00:13:25: Also ich habe ja nicht meine daily recurring tasks, die ich irgendwie abarbeiten muss, sondern das ist ja schon immer mein Ziel gewesen, dass ich genau Das schafft es zu delegieren, damit das läuft, damit ich mich auf meine Projekte konzentrieren kann und das Unternehmen weiterentwickeln kann.
00:13:42: Und dementsprechend hat in den zwei Tagen mir erst mal keiner was von meiner Tutu-Liste weggearbeitet.
00:13:52: Schade.
00:13:54: Tatsächlich, also in meinen Projekten ging es halt einfach nicht weiter.
00:13:58: habe halt dann einfach jetzt wieder weiter gemacht, wo es mir jetzt wieder besser ging und habe erst mal ungefähr drei sich emails raus geschickt.
00:14:05: so hey ich habe mich nicht gemeldet weil ich war krank.
00:14:08: und ja jetzt muss ich erst mal wieder klarkommen und mich organisieren bitte verständnis zeigen und so weiter und sofort.
00:14:14: und dann hat das schon funktioniert.
00:14:17: Kann es noch besser werden?
00:14:18: Also siehst du da noch Optimierungsmöglichkeiten?
00:14:21: Oder bist du jetzt an dem Punkt, wo du sagst, wie du es gerade gemeint hast schon?
00:14:24: Ja, du bist zwar für alles verantwortlich, aber eigentlich nicht mehr zuständig.
00:14:27: Das heißt, das ist jetzt schon für dich so das Non plus Ultra?
00:14:30: Ja, besser geht immer.
00:14:32: Also es ist natürlich schon so, dass Leute versucht haben, mich zu erreichen und dann haben sie mich halt eben nicht erreicht, weil ich nicht an das Handy bin, das Handy nicht da hatte.
00:14:42: Ja, ich weiß nicht, ob es vielleicht doch sinnvoll wäre, meine Inbox mal zu teilen mit meinen Prokuristen.
00:14:49: Naja, oder dass man zumindest einfach mal sieht, ja, weil also ein paar Sachen habe ich dann schon gefahrbeuret, die irgendwie reingekommen sind, damit sie einfach erledigt werden.
00:14:56: Und natürlich, das ist immer das perfekte Bild, das man irgendwie zeichnet.
00:14:59: Man steckt gar nicht im operativen Betrieb drin, aber ich digitalisiere und automatisiere unsere Buchhaltung gerade in den Arm.
00:15:07: Und dementsprechend habe ich diese ganzen Prozesse, was die Buchhaltung und das Überweisen von Rechnungen angeht, habe ich gerade mal an mich gerissen, um mir das anzuschauen und das halt zu optimieren.
00:15:16: Und dementsprechend bin ich gerade dem Moment zuständig für das Überweisen der Rechnungen.
00:15:19: Und dann wurden halt an den zwei Tagen keine Rechnungen erwiesen.
00:15:23: Das war jetzt natürlich erst mal kein Problem, weil wieder zum Glück alles schon mal automatisiert irgendwie vorbereitet und ich konnte es jetzt die Tage noch nachholen.
00:15:30: Aber sowas passiert dann natürlich trotzdem, aber damit muss man halt leben.
00:15:36: Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich höre unseren Podcast an und ich bin selber Unternehmer von einem Logistikunternehmen, hab, weiß ich nicht, achtzig Mitarbeiter.
00:15:45: Wo würdest du ansetzen, um dich als Geschäftsführer verzichtbar zu machen?
00:15:50: Also, stell ich mir da als erst mal einen Personalreferenten ein, der mich dann wieder Geld kostet, was ich ja auch irgendwie beim Kunden wieder reinholen muss.
00:15:56: oder benenne ich Leute zu Teamleitern, was ... der wahrscheinlich auch mit einer Gehaltserhöhung eingeht.
00:16:02: oder wo denkst du, was wären so die ersten drei Steps, die man da machen sollte?
00:16:08: Naja, ich glaube, der erste wichtige Step ist zu schauen.
00:16:14: Was hemmt mich denn gerade als Geschäftsführer, um mein Unternehmen nach vorne zu bringen?
00:16:18: Und nach vorne bringen kann hier vieles bedeuten.
00:16:20: Nach vorne bringen kann sein, dass ich Kundenerquise mache und neue Auftraggeber gewinne.
00:16:24: Nach vorne bringen kann aber auch sein, dass ich da bleibe, wo ich bin, aber einfach versuche, meine Prozesse so viel besser zu machen, damit ich Geld einspare, dafür zu sorgen, dass meine Leute effizienter Fahrern und effizienter Pakete zustellen, damit ich weniger Ressourcen verbrauche, wenn ich meine Dienstleistungen erbringe und so weiter und so fort.
00:16:42: Ich muss schauen, was hindert mich daran, mein Unternehmen nach vorne zu bringen.
00:16:48: Und bei den meisten ist es eben die Tatsache, dass sie nicht unendlich Zeit haben und ihre Zeit durch ihre operative Tätigkeit zu sehr in Anspruch genommen wird.
00:16:57: Und dann müssen sie schauen, wie kann ich mir meine Zeit freischaufeln, was mache ich denn eigentlich, um dann daraus mehr Zeit zu gewinnen, um am Unternehmen zu arbeiten.
00:17:06: Und das ist dann eigentlich schon eine ganz simple Rechnung.
00:17:09: Wenn ich der bin, der jedes Bewerbungsgespräch führt, der jeden Arbeitsvertrag ausdruckt und unterschreiben lässt.
00:17:17: Wenn ich der bin, der den Mitarbeiter, wenn er die Lohnabbrechnung braucht, ihm die dann Ausdrucke und Zusände, dann hemmt mich das natürlich mit sehr viel administrativer Arbeit, die ich, wenn ich sie zum Beispiel auslager an einen Mitarbeiter, der Personalarbeit macht, mich unglaublich befreien kann.
00:17:34: Also ich muss einfach schauen, was kann ich vielleicht professionell delegieren und was ist natürlich finanziell auch drin, weil ich meine, das kostet Geld.
00:17:41: Das kann man jetzt aber auch natürlich mal ganz simpel runterbrechen.
00:17:44: Wenn ich der bin, der einmal die Woche das Büro saugt, einfach damit es da drin sauber ist, dann muss ich überlegen, ob ich eine Putzkraft anstelle für achtzehn Euro die Stunde und dann mir zum Beispiel eine Stunde, die Woche spare, die ich dann vielleicht für eine Tätigkeit einsetzen kann, die mir vielleicht hundert Euro die Stunde bringt.
00:18:01: Und dann habe ich eben schon zweiundachtzig Euro die Stunde gewonnen.
00:18:05: Einfach nur, indem ich diese Tätigkeit auslagere.
00:18:07: Ja, ich glaube, was man da auch raushört, ist, dass es sich auf jeden Fall lohnt, sich einmal da Gedanken drüber zu machen, was frisst denn eigentlich meine Zeit?
00:18:17: Jetzt ganz unabhängig davon, ob man da dann auch was draus verändert oder ob man das dann auch personell irgendwie umstrukturiert.
00:18:24: Aber ich glaube, es hilft einfach mal zu schauen, wo fließt denn eigentlich gerade Energie und Zeit von mir als Geschäftsführer rein, die auch irgendwie ersetzbar wäre?
00:18:37: Absolut.
00:18:37: Also ich habe das ganz am Anfang im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag im Jahrzehntag die letzten vier Viertelstunden ausgefüllt, was ich gemacht habe, um einfach zu analysieren, wo meine Zeit hingeht.
00:19:06: Und dann kriegt man eigentlich ein ganz gutes Gefühl dafür, wo man Zeit verbraucht.
00:19:11: Und dann kann man anhand so eines Papiers eigentlich ganz gut reflektieren.
00:19:15: Was davon ist denn jetzt eigentlich effizient?
00:19:17: Was muss ich wirklich als Geschäftsführer machen?
00:19:19: Und was kann ich vielleicht auslagern?
00:19:21: Ja, finde ich super spannend.
00:19:23: Ich glaube, das war auch ein ganz guter Einblick.
00:19:26: mich interessiert.
00:19:27: Ganz einfach, wenn ihr jetzt gerade zugehört habt, wie ihr das löst.
00:19:31: Wie ist euer Unternehmen aufgestellt?
00:19:34: Habt ihr vielleicht irgendeine Vorstellung, wie es in ein paar Jahren mal ausschauen soll?
00:19:40: Was passiert, wenn ihr die Influencer habt?
00:19:44: Wie reagiert man da oder reagiert man eben nicht, wenn man nicht kann?
00:19:49: Ja, schreibt uns gerne.
00:19:51: Genau, schreibt uns gerne auf Instagram.
00:19:53: Mein Name ist Andreas Weinut.
00:19:55: Und?
00:19:55: Dann bleibt hoffentlich gesund und ich freue mich schon auf die nächste Folge.
00:19:59: Bis zum nächsten Mal.
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